Bärenrettung in China
Jill Robinson, Gründerin und Vorsitzende der Animals Asia Foundation, stieß 1993 zum ersten Mal auf eine Bärenfarm und leistet seitdem unermüdlich Grundlagenarbeit in China, um diese unvorstellbar grausame Praxis zu beenden.
Tausende von Bären in ganz Asien werden in winzigen, rostigen Käfigen gefangen gehalten, die kaum größer sind als sie selbst. Zweimal täglich werden sie "gemolken". Dazu benutzt man entweder grobe Metallkatheter, die in die Gallenblase der Bären hineinoperiert werden oder die Tiere werden einer schwerwiegenden, nicht hygienisch durchgeführten Operation unterzogen, bei der man eine Öffnung in die Bauchdecke und in die Gallenblase schneidet, beide verbindet und durch diese permanente Körperöffnung dann zweimal täglich die Gallenblase leert. Diese Methode wird als "frei tropfende Technik" bezeichnet.
Bärengalle wird seit über 3000 Jahren in der traditionellen asiatischen Medizin zur Fiebersenkung und gegen Entzündungen verwendet. Die Praxis der Bärenfarmen wurde allerdings erst in den 80er Jahren eingeführt. Damit sollte das Wildern frei lebender Bären wegen ihrer Gallenblase im Zaum gehalten werden. Heute bestätigen unzählige chinesische Ärzte, dass Bärengalle vollständig durch pflanzliche und synthetische Alternativen ersetzt werden kann, die sowohl kostengünstig als auch wirksam sind.
Im Jahr 2000 gelang der Animals Asia Foundation ein großer Durchbruch. Gemeinsam mit den Behörden in Peking und Sichuan wurde ein historisches Abkommen über die Befreiung von 500 leidenden Mondbären aus den schlimmsten Farmen in der Provinz Sichuan unterzeichnet. Und - was äußerst wichtig ist - das Abkommen enthält die Zusage, gemeinsam auf die endgültige Schließung der Bärenfarmen hinzuarbeiten.
Leider können diese Bären niemals wieder in die Wildnis freigelassen werden. Zu früh wurden sie von ihren Müttern getrennt und in ihre Käfige gesperrt und konnten deshalb die zum Überleben in Freiheit notwendigen Fähigkeiten nicht erlernen. Viele sind auch verstümmelt, blind oder ihrer Zähne und Tatzen beraubt durch die Bärenfarmer, damit sie sich nicht wehren können. Seit Oktober 2000 wurden ca. 41 Farmen geschlossen und 295 Bären an das Animals Asia Team auf die Rettungsstation in Chengdu, in der Provinz Sichuan übergeben. Es sind aber immer noch etwa 7000 Bären in der Hölle der Farmen gefangen.
In Vietnam, wo Bärenfarmen inzwischen verboten sind, inoffiziell aber noch immer Bären auf ehemaligen Farmen wegen ihrer Galle "angezapft" werden, unterhält Animals Asia ein zweites Rettungszentrum.
Bitte helfen Sie mit, diesen freundlichen und vergebenden Mondbären zu helfen, für ihre Wiederherstellung zu sorgen und ihnen das freie Leben zu ermöglichen, das ihnen so lange verwehrt wurde.
Alle Informationen über die Arbeit von Animals Asia finden Sie auf der Webseite: www.animalsasia.de
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